Der Familienzuschuss ist für jedes unversorgte Kind im Anschluss an das Kinderbetreuungsgeld zu gewähren. Das gilt für den maximalen Zeitraum von 18 Monaten. Als unversorgt gelten Kinder, für die man Familienbeihilfe nach dem Familienlastenausgleichsgesetz bekommt. Der Familienzuschuss ist bei Vorliegen dieser Voraussetzungen zu gewähren, wenn Folgendes vorliegt:

  1. Das Kind lebt im gleichen Haushalt und hat seinen Hauptwohnsitz in Vorarlberg. Das Kind ist österreichischer Staatsbürger oder es gilt als gleichgestellt im Sinne des § 3 Abs. 2 Sozialhilfegesetz;¹
  2. das gewichtete Pro-Kopf-Einkommen (§ 4 der Richtlinie über die Gewährung des Familienzuschusses) liegt unter der Einkommenshöchstgrenze,
  3. Bei Ehepaaren, Lebenspartnerschaften und Lebensgemeinschaften muss mindestens ein Einkommen aus einer Teilzeit-Beschäftigung oder einem daraus entstandenen Folge-Einkommen (Arbeitslosengeld) vorliegen; der Nachweis des Kinderbetreuungsgeldes für eine*n Partner*in reicht nicht. Für die Anerkennung der Teilzeit-Beschäftigung muss man einen bestimmten Mindestbetrag verdienen (Überschreitung der Geringfügigkeitsgrenze hinsichtlich der Sozialversicherungspflicht).
Das Elternteil bzw. der oder die Erziehungsberechtigte, das/der/die mit dem Kind im gleichen Haushalt lebt, darf den Antrag stellen und bekommt den Zuschuss. Wenn beide Elternteile oder Erziehungsberechtigten mit dem Kind im gleichen Haushalt leben, müssen sie miteinander ausmachen, wer den Antrag stellt und wer den Zuschuss (das Geld) bekommen soll.

Als Einkommen gelten: Einkünfte gemäß § 2 Abs. 3 EStG (Einkommenssteuergesetz). Zu den Einkünften zählen auch die Wohnbeihilfe, die Unterhaltszahlungen für Eltern und Kinder (Alimente), das Kinderbetreuungsgeld, das Arbeitslosengeld, die Notstandshilfe, das Krankengeld und ähnliches.

Nicht als Einkommen gelten: Familienbeihilfen einschließlich der Zuschläge nach dem Familienlastenausgleichsgesetz, Leistungen der Sozialhilfe, für Sonderbedarf gewidmete Leistungen, insbesondere Pflegegeld, Lehrlingsentschädigung bis EUR 800,-- (Kinderfreibetrag) für Kinder, die im gemeinsamen Haushalt leben, Familienzuschuss oder Eingliederungshilfe.

¹ Bei Fragen dazu kann ich mich an die Gemeinde oder an das Amt der Landesregierung wenden. Man gilt z.B. als gleichgestellt, wenn man asylberechtigt oder subsidiär schutzberechtigt ist (Konventionsflüchtling), oder wenn man bestimmte Aufenthaltstitel hat und somit rechtmäßig in Österreich lebt.

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